Diese kann bei einem anwaltlich vertretenen Beteiligten entfallen, wenn die durch das Gericht erteilte Rechtsbehelfsbelehrung so offenkundig falsch gewesen ist, dass ausgehend von dem bei einem Rechtsanwalt vorauszusetzenden Grundkenntnissen des Verfahrensrechtes und des Rechtsmittelsystems, nicht einmal den Anschein der Richtigkeit zu erwecken vermochte. In dem entschiedenen Fall erfolgte eine unrichtige Belehrung über den Rechtsbehelf gegen einen Versäumnisbeschluss in einer Familienstreitsache.
Normen: FamFG §§ 17 Abs. 2, 113 Abs. 1 S. 2, 117 Abs. 1; ZPO §§ 85 Abs. 2, 233 d, 234 a, 338